und des Grundsatzes der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und jeweiligen FŠhigkeiten angesichts der unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten durchgefŸhrt.
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Deutschlands CO2-Emissionen gehen im Rauschen der Atmung der globalen Vegetation unter. Diesen kleinen Anteil an den globalen CO2-Emissionen wird Deutschland im Rahmen des Pariser Klimaabkommens weiter reduzieren.
Beide Schritte lassen einen breiten Gestaltungsfreiraum (den Ÿbrigens das deutsche Bundesverfassungsgericht in seinen Randnummern 218-237 Šhnlich wie im folgenden hier dargestellt beschreibt (im Cache).
Die erste von zwei UnschŠrfen im Begriff "Paris-KompatibilitŠt" stammt aus dem Klimamodell (z.B. einem Earth System Model, ESM), mit dem man das Paris-Ziel (1.5 ... 2 °C) in eine noch zur VerfŸgung stehende globale CO2-Emission Ÿbersetzt. In der Kommunikation der UnschŠrfe wird hŠufig das TCRE-Modell als NŠherung an die Earth System Models benutzt (IPCC Special Report on the impacts of global warming of 1.5¡C above pre-industrial levels ... (SR15, Kapitel 2, Seite 105) (Abbildung 1). Es bringt Šhnliche Ergebnisse wie das Equilibrium Climate Sensitivity-Modell (dicke schwarze Kurven in dieser Abbildung, ECS).
Nach dem TCRE-Modell ist die Global Mean Surface Temperature (GMST) in einem weiten Bereich eine lineare Funktion der kumulativen CO2-Emissionen. Die Steigung dieser Funktion nimmt man willkŸrlich als um einen Mittelwert μ = 0.542 °C / (1000 GtCO2) mit einer Breite σ = 0.288 °C / (1000 GtCO2) normalverteilt an. Mit einem solchen FŠcher gibt das TCRE-Modell also die Bandbreite der globalen ErwŠrmung GMST als Funktion der kumulativen CO2-Emissionen wieder, welche die Earth System Models (ESMs) liefern.
Der Einfluss von anderen Treibhausgasen wird zuweilen nŠherungsweise durch eine geringe vertikale Verschiebung ΔT des TCRE-FŠchers berŸcksichtigt. Dem folge ich hier: Wenn Reduktionspfade nur pauschal fŸr CO2eq angegeben werden, verschiebe ich der Figure 2.3 im SR15 folgend den TCRE-FŠcherursprung vertikal um ΔT = 0.058 °C.
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Abb. 1: Die 15 Earth System Models (ESMs) und 5 Earth System Models of Intermediate Complexity (EMICs) liefern zu jeder kumulativen CO2-Emission einen Bereich, in dem die Global Mean Surface Temperature (GMST) liegt. Das TCRE-Modell stellt die Ergebnisse der Earth System Models nŠherungsweise mit einem FŠcher dar.
€hnliche Abbildung im IPCC AR6: Figure 5.31: Illustration of relationship between cumulative emissions of carbon dioxide (CO2) and global mean surface air temperature (GSAT) increase Quelle: Seite 750, Chapter 5 in Climate Change 2021: The Physical Sciences Basis, Working Group I to the 6th Assessment Report of the IPCC
Die Steigungen der FŠchergeraden werden als normalverteilt angenommen: Unterhalb der x%TCRE-Linie liegen x% der ESM-Ergebnisse. GrŸnde fŸr die breite Fahne, in der GMST liegt, sind methodischer Art und die Parameter-Unsicherheiten. Die ESMs und EMICs unterscheiden sich in ihren Modellannahmen. Nach heutigem Wissensstand sind diese alle gleich berechtigt.
Nach meinem VerstŠndnis reprŠsentiert jede FŠcherlinie ein Spektrum von mšglichen Klimaprozessen, wie sie in den ESMs und EMICs dargestellt werden.
Die schwarze Linie mit schwarzen Punkten stellt den mittleren jŠhrlichen Verlauf dar, den die ESMs und EMICs liefern (nicht den beobachteten Verlauf). Sie setzt sich fort in der roten Linie gleicher Dicke, die den mittleren von ESMs/EMICs vorhergesagten Verlauf angibt. Die Vorhersage gilt fŸr den Representative Concentration Pathway RCP8.5, wobei 8.5 die durch menschengemachte Emissionen im Jahr 2100 erzeugte specific radiative forcing in Watt/m2 angibt (8.5 Watt/m2).
Bg(1.5C,33%) ist das globale CO2-Budget im Jahr 2010, das mit 33% TCRE-Wahrscheinlichkeit die globale ErwŠrmung GMST bei 1.5 °C hŠlt.
TCRE-Wahrscheinlichkeit beruht auf zwei Annahmen: Die Ergebnisse der ESMs und EMICS
Sie gibt also keine Auskunft Ÿber die Wahrscheinlichkeit, mit der GMST = Tlim = 1.5 °C nach einer kumulativen CO2-Emission Bg(1.5C,33%) eintritt. |
Figure 2.3 | Temperature changes from 1850Ð1900 versus cumulative CO2 emissions since 1st January 1876.
(†bersetzung ins Deutsche mit DeepL) Quelle: SR15 Kapitel 2, Seite 105 |
Mit dem linearen TCRE-Modell berechnet man den Bereich, in dem das global verbleibende CO2-Budget Bg liegt, das die GMST zwischen 1.5 und 2 Grad Celsius hŠlt (Abbildung 2).
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zum Vergrš§ern auf Bild klicken Abb. 2: Das globale CO2-Budget Bg hŠngt vom Klimamodell ab, insbesondere davon, welche TCRE-FŠcherlinie man beliebig auswŠhlt. (Daten von IPCC AR5)
ZusŠtzlich zur Fahne in Abbildung 1 ist hier nach Fig. 2.3, Seite 63 von Climate Change 2014, Synthesis Report eine zweite, Ÿberlappende Fahne eingezeichnet. WŠhrend die untere (die aus Abbildung 1) die Ergebnisse der ESMs/EMICs enthŠlt, wenn nur CO2 berŸcksichtigt wird, enthŠlt die obere die Ergebnisse der ESMs/EMICs, wenn alle Treibhausgase berŸcksichtigt werden.
Das im Jahr 2020 global zur VerfŸgung stehende CO2-Budget ist nur sehr unscharf vorhersehbar (Šhnliche Werte aus dem IPCC 6 Assessment Report, Working Group WGI, Kapitel 5, Tabelle 5.8, Seite 753).
Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden global 37 GtCO2 emittiert.
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Tabelle 5.8 - Das geschŠtzte verbleibende Kohlenstoffbudget Bg(t°C, x%) und die entsprechenden Unsicherheiten nach IPCC WGI AR6.
t°C ist die globale durchschnittliche OberflŠchentemperaturerhšhung (Spalte 2) seit 1850 - 1900. x% sind die TCRE-Perzentile in Spalten 3 - 7.
Anmerkungen zur Tabelle 5.8
Quelle: Seite 753 in Global Carbon and other Biogeochemical Cycles and Feedbacks. Chapter 5 in Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change |
Der TCRE-FŠcher ist sehr breit. Das CO2-Budget Bg liegt in einem UnschŠrfebereich von Hunderten von GtCO2 Breite (Tabelle 5.8). (Zum Vergleich: 2018 wurden global 10 GtC = 37 GtCO2 emittiert.) DarŸberhinaus kann von der FŠcherbreite nicht auf die Unsicherheiten in der realen Welt geschlossen werden.
Mir scheint, zusŠtzlich zum Bias der Klimaforschung gibt es nur eine vage Vorstellung davon, welche unter den FŠcherlinien mehr VerlŠsslichkeit bieten.
(Zur Erinnerung: im Argument von Bg(1.5°C, x%TCRE) gibt x den Prozentsatz von Modellergebnissen an, die GMST ≤ 1.5°C liefert. x ist nicht die reale Wahrscheinlichkeit fŸr GMST ≤ 1.5°C, siehe auch "2.1.3 Deep uncertainty" in On the use and misuse of climate change projections in international development, Hannah Nissan et al. 2019).
Die zweite Quelle fŸr die UnschŠrfe des Begriffs "Paris-KompatibilitŠt" ist die Aufteilung des globalen Budgets Bg auf die Weltbevšlkerung, z.B. Nationen.
Nach diesem VerteilungsschlŸssel wird Bg gleichmЧig auf alle 8 Mrd. Menschen verteilt. Deutschland erhŠlt damit den Bruchteil 80 Mio. / 8 Mrd. = 0.01 von Bg. Fortan ist in diesem Papier der Faktor 0.01 oder dessen reziproker Wert 100 immer eine Folge des EPC-VerteilungsschlŸssels.
Gleiche Verteilung EPC allein legt nicht fest, wieviel Emissionen der Vergangenheit berŸcksichtigt werden mŸssen. In den Abbildung 2 und Tabelle 5.8 wurde das Jahr 2020 gewŠhlt. Je mehr CO2-Emissionen der Vergangenheit berŸcksichtigt werden, umso mehr wird Deutschland Paris-inkompatibel (Abbildungen 3).
Climate Action Tracker (CAT) verwendet ein umfassenderes Bewertungssystem (im Cache) fŸr die Verteilung des globalen Budgets Bg: ZusŠtzlich zu einem EPC-Šhnlichen VerteilungsschlŸssel fŸr das globale CO2-Budget Bg(t°C, x%TCRE) werden die auf Seite 2 in New Rating Methodology beschriebenen CAT Fair-Share-Teilaspekte einbezogen:
Der -meiner Meinung nach nicht ausreichend verstŠndlich beschriebene- CAT Fair-Share-Rahmen legt fŸr jedes Land die zulŠssigen Emissionen fest, die bei Anwendung durch alle LŠnder global zu einem bestimmten ErwŠrmungsniveau fŸhren wŸrden.
The modelled domestic pathway-based target ÔtemperatureÕ rating reflects the warming we would expect if all countriesÕ targets fell on an emissions pathway consistent with limiting warming to that level in a globally cost-effective way.
(Seite 5 in New Rating Methodology)
Deutsche kumulative CO2-Emissionen
Im folgenden werden die Reduktionpfade der deutschen jŠhrlichen CO2-Emissionen thgn(t) im Zeitraum t = 2020 ... 2060 auf Paris-KompatibilitŠt untersucht, indem der EPC-VerteilungsschlŸssel zugrunde gelegt wird. Der Faktor 100 oder 0.01 ist auf diesen beliebig gewŠhlten SchlŸssel zurŸckzufŸhren und kann sich -je nach berŸcksichtigten Aspekten der Verteilungsgerechtigkeit- in weiten Grenzen Šndern. Weil das deutsche CO2-Budget sich vom globalen CO2-Budget ableitet
Bn(t°C, x%TCRE) = 0.01 Bg(t°C, x%TCRE)
kann das deutsche CO2-Budget in ebenso weiten Grenzen variieren.
cn ist die Summe der thgn(t) von ti = 2020 bis 2060, also Deutschlands kumulative CO2-Emission im Zeitraum 2020 bis 2060.
Cn = 100 cn
Cn wird in den Abbildungen 1 - 3, cn in den Abbildungen 4, 6 und im anschlie§enden Video verwendet.
Aus Abbildung 2 kann man das deutsche CO2-Budget Bn(1.5°C, x%TCRE), ablesen, indem man die globalen Werte Bg(1.5°C, x%TCRE) entsprechend dem EPC-VerteilungsschlŸssel mit 0.01 multipliziert.
Deutschlands CO2-Budget ab dem Jahr 2020
Beispiel:
Ab 2020 steht Deutschland fŸr 1.5°C-Paris-KompatibilitŠt mit zu.
Zum Vergleich: Im Jahr 2020 emittierte Deutschland thgn(2020) = 0.88 GtCO2eq/a (= 0.73 GtCO2/a) nach Umweltbundesamt.
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Abb. 3: Modell-basierte Paris-KompatibilitŠt der Reduktionspfade des Klimaschutzgesetzes 2021 (KSG) und von Fridays For Future (FFF)
Cn(KSG) ist -entsprechend dem EPC-VerteilungsschlŸssel- das 100-fache der Summe der deutschen jŠhrlichen Emissionen thgKSG(ti) in den Jahren ti = 2020 ... 2060 nach Klimaschutzgesetz 2021:
nicht eingezeichnet: Die Reduktionspfade thgpfad(t) werden meist als jŠhrliche Emissionen Ÿber der Zeit t dargestellt. Die kumulativen Emissionen cn sind darin die FlŠchen unter den Reduktionspfaden thgpfad(t), und ebenso sind in dieser Darstellung die deutschen CO2-Budgets Bn(t°C, x%TCRE) FlŠchen.
Bn(t°C, x%TCRE) = 0.01 Bg(t°C, x%TCRE)
Um sie mit den FlŠchen unter den Reduktionspfaden optisch vergleichen zu kšnnen, stellt man Bn(t°C, x%TCRE) als Dreiecke mit Spitze im Jahr 2020 dar. In Abbildung 4 und im Video darunter ist das Dreieck mit der FlŠche Bn(t°C, 90%TCRE) rot eingefŠrbt. Die Gesamtheit der Dreiecke zu einer gewŠhlten ErwŠrmung GMST bildet den FŠcher aus grauen Geraden ("TCRE-FŠcher" Bn(GMST, x%TCRE) in den Abbildungen 4, 5 und im Video unter Abbildung 4).
In Abbildung 4 werden der Reduktionspfad von Fridays for Future (FFF) und der nach Klimaschutzgesetz 2021 (KSchG) geforderte mit dem deutschen CO2-Budget Bn(1.5°C, x%TCRE) verglichen und in Abbildung 5 mit Bn(1.7°C, x%TCRE).
Die Emissionen des durchschnittlichen einzelnen Deutschen und sein CO2-Budget sind annŠhernd um den Faktor 80 Millionen kleiner (rechte Ordinate in Abbildung 4). Als Beispiel ist in Abbildung 4 der Reduktionspfad (kschg) eingezeichnet, der nach dem EPC-VerteilungsschlŸssel fŸr einen Deutschen p gilt, der seine Emissionen gegenŸber dem Durchschnitt halbiert hat (mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts kann man seine individuellen Emissionen berechnen und in der Abbildung mit seinem CO2-Budget vergleichen).
In Abbildung 5 und im Video wird das in Abbildung 4 verwendete Verfahren auf weitere Reduktionspfade und ErderwŠrmungen angewendet.
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Abb. 4: Vergleich von deutschen CO2eq-Reduktionspfaden und deutschem CO2-Budget Bn(1.5°C, x%TCRE) nach EPC. Deutsche CO2eq-Emissionspfade der Vergangenheit und ab 2020 wie von Fridays For Future (FFF) und dem Klimaschutzgesetz 2021 (KSchG) gefordert. Linke Ordinate gibt die jŠhrlichen Emissionen von Deutschland als ganzem an, die rechte Ordinate die eines einzelnen Deutschen. Der Reduktionspfad kschg entspricht einer deutschen Person p, die ihre CO2eq-Emissionen gegenŸber dem deutschen Durchschnitt halbiert.
Die CO2-Emissionsreduktionen nach Fridays For Future (FFF) und dem Klimaschutzgesetz (KSchG) liegen innerhalb des deutschen Budgets Bn(1.5°C, 50%TCRE) bzw. Bn(1.5°C, 30%TCRE). Die Person p emittiert etwa Bp(1.5°C, 90%TCRE). Das ist daran ablesbar, dass die FlŠche unter ihrer Reduktionskurve kschg in etwa die des roten Dreiecks Bp(1.5°C, 90%TCRE) ist.
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Video: Die deutschen CO2-Budgets Bn(GMST, x%TCRE) nach EPC fŸr verschiedene ErderwŠrmungen 1.5°C ≤ GMST ≤ 2.7°C (rechtwinklige Dreiecke mit Spitze im Jahr 2020).
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Abb. 5: Vergleich von CO2eq-Reduktionspfaden aus Wirtschaft und Gesellschaft und deutschem CO2-Budget Bn(1.7°C, x%TCRE) nach EPC.
KSG: Klimaschutzgesetz 2021,
FFF: Fridays For Future
(im Cache),
BDI: Bundesverband der Deutschen Industrie (im Cache, Details),
dena: dena-Leitstudie "Aufbruch KlimaneutralitŠt"
(im Cache),
CED: Circular Economy Deutschland (im Cache).
Entsprechend dem EPC-VerteilungsschlŸssel sind die deutschen CO2-Budgets 1 Prozent der globalen CO2-Budgets:
Bn(t°C, x%TCRE) = 0.01 Bg(t°C, x%TCRE)
Hier sind die deutschen CO2-Budgets Bn(1.7°C, x%TCRE) als rechtwinklige Dreiecke mit Spitze im Jahr 2020 eingezeichnet. Die zu den (grau gezeichneten) FŠcherlinien gehšrigen x% sind unterhalb der Zeitachse notiert. Die Reduktionspfade werden bewertet, indem man die FlŠchen unter ihnen optisch mit diesen DreiecksflŠchen vergieicht.
ist ebenso gro§ wie die DreiecksflŠche
Bn(1.7°C, 90%TCRE) unter der grauen FŠcherlinie 90%TCRE.
Daher nennt man den FFF-Reduktionspfad "mit 90%TCRE-Wahrscheinlichkeit 1.7-Grad-kompatibel".
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Abb. 6: Climate Action Tracker: Deutschlands Reduktionen sind unzureichend
Der "Modelled pathway" fŸhrt nach CAT zu einer globalen ErwŠrmung zwischen 1.5°C und 2°C ("almost sufficient"). Eine Šhnliche Aussage erhŠlt man mit dem EPC-VerteilungsschlŸssel (Abbildungen 4 und 5, Video) fŸr 1.5 °C ≤ GMST ≤ 2.7°C und 90% ≤ x%TCRE ≤ 70%).
Die Bewertung nach dem CAT Fair-Share-Vorgehen modifiziert diese Aussage hin zu "•nsufficient".
Quelle der Abbildung:
Interessant ist (Abbildung 5, Video), fŸr machbar halten. Ich habe bei CAT keinen Bezug zu Reduktionspfaden aus dem Bereich der Wirtschaft oder Industrie gefunden und deute CAT's Bewertung als seine ganz eigene Interpretation der equity-Forderung des Paris-Abkommens, Artikel 3 und 4 (Netzwerk, in dem CAT arbeitet). Die in Kapitel 3 dargestellten unterschiedlichen Auslegungen der Paris-Vereinbarung equity fŸhren zu unterschiedlichen Reduktonen der LŠnge des kleinen schwarzen Balkens "Deutschland" (Abbildung 7) in den Jahren nach 2020. Selbst wenn wir Deutschen durch einen au§ergewšhnlichen Kraftakt unsere CO2-Emissionen in allernŠchster Zukunft auf nahe 0 senken wŸrden, wŸrde das global schwer erkennbar sein.
cn = Σti[thgKSG(ti)]
3.1.1 Die UnschŠrfe von Deutschlands CO2-Budget als Folge der UnschŠrfe der Klimamodelle
Bn(t°C, x%TCRE) = 0.01 Bg(t°C, x%TCRE)
3.1.2 Reduktionspfade nach Klimaschutzgesetz und nach VorschlŠgen aus Wirtschaft und Gesellschaft

Modell-basierte Paris-KompatibilitŠt des Reduktionspfads BDI80 fŸr den Zeitraum ti = 2020 ... 2060
(Wert fŸr Σti[thgBDI80(ti)] ≤ 10 GtCO2 nach Abbildung 5, Werte fŸr Bg(t°C, x%TCRE) aus Tabelle 5.8)
3.1.2.1 Ein einfacher Vergleich der Reduktionspfade mit dem CO2-Budget (TCRE-Daten vom IPCC WGI AR5)

Je hšher die ErwŠrmungsgrenze GMST ist, desto TCRE-wahrscheinlicher ist ein Reduktionspfad GMST-kompatibel.

cn(FFF) = Σti[thgFFF(ti)], mit ti = 2020, 2021, ... 2060
cn(KSG) = Σti[thgKSG(ti)] ≤ Bn(t°C, x%TCRE) mit
x = 90%TCRE-Wahrscheinlichkeit, t°C = 1.9°C, d.h. der KSG-Reduktionspfad ist mit 90%TCRE-Wahrscheinlichkeit 1.9-Grad-kompatibel.
3.2 Nach CAT Fair-Share sind die deutschen Reduktionspfade unzureichend.
Climate Action Tracker verwendet mit CAT Fair-Share ein Algorithmus- und Literatur-basiertes Bewertungssystem (im Cache),
Modelled domestic pathways (im Cache).
Germany Summary,
Targets (im Cache).
4. Deutschlands Kohlenstoff-Emissionen verschwinden im Rauschen der Kohlenstoff-Aufnahme durch die globale Vegetation
Abb. 7: Schwankungen der terrestrischen Senke, d.h. der jŠhrlichen Kohlenstoff-Aufnahme durch die Vegetation. Quelle: Seite 127 in Global Carbon Budget 2021 (zum Vergleich hier mit den Daten von Global Carbon Budget 2022)
Balken "Deutschland": deutsche Kohlenstoff-Emissionen im Jahr 2020 (0.7 GtCO2),
Die terrestrische CO2-Senke wird mit dynamischen globalen Vegetationsmodellen (DGVMs) abgeschŠtzt (Unsicherheiten: Seite 123 in Global Carbon Budget 2021). Die Schwankungen von Jahr zu Jahr betragen etwa 4 GtCO2/Jahr, so dass kleine jŠhrliche €nderungen der anthropogenen Emissionen (z.B. einer Reduktion der deutschen Emissionen auf nahe 0) in der globalen atmosphŠrischen CO2-Konzentration nur schwer zu erkennen sind (Seite 7 in Global Carbon Budget 2021).
In der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens bewertet man die CO2-Emissionen mit einem Verfahren, das weiten Gestaltungsraum lŠsst. Es besteht aus 2 Schritten.
Zu (1) Erdsystem-Modelle
Mit der Angabe des global noch verfŸgbaren CO2-Budgets liefern Erdsystem-Modelle trotz ihres Bias die beste Orientierung, die die Wissenschaft zur Zeit liefern kann. Wir mŸssen dabei aber ihre Begrenzungen berŸcksichtigen.
Zu (2) AufteilungsschlŸssel
Das ungelšste Problem der zielfŸhrenden Aufteilung des globalen CO2-Budgets auf z.B. Staaten diskutiert die Working Group 3 des IPCC im Assessment Report 5. Im Parisabkommen verpflichten sich die Staaten zu einer Verteilungsgerechtigkeit.
Trotz der UnschŠrfe in (1) und (2) kann Paris-KompatibilitŠt Orientierung auf dem Terrain des anthropogenen Anteils an der KlimaerwŠrmung geben. Dementsprechend haben sich verschiedene Wege zur Paris-KompatibilitŠt herausgebildet. Beispiele:
Das Fraunhofer-Institut fŸr solare Energiesysteme gibt in seiner Studie aus dem Jahr 2020 als Mehrkosten 500 bis 2000 Mrd. Euro an, wenn bei der Umstellung des deutschen Energiesystems die Bevšlkerung auf alten Systemen beharrt.
kšnnte Deutschland das Schaufenster sein, in dem zukunftsfŠhige Produkte ausgestellt werden (Chancen und Herausforderungen fŸr die deutsche Industrie, Wirtschaft und Politik, Seiten 107 - 117 in 2018, im Cache),
BŸrger und Politik in Deutschland kšnnten aber z.B. aus Klima-Besorgnis die Wirtschaftssektoren auf steilere, wirtschaftlich nicht zielfŸhrende Reduktionspfade zwingen. Die daraus folgende Reduktion der globalen CO2-Emissionen wŸrde im Rauschen verschwinden und daher einen vernachlŠssigbaren Beitrag zur Begrenzung der ErderwŠrmung liefern. "A decarbonized, but deindustrialized Europe is not a positive outcome for welfare in the EU, for global greenhouse gas emissions and other pollution vectors, for the security of European energy and other supply chains, as well as to secure continued public support for the transition. Perhaps as importantly, it would send a cautionary signal to trade partners around the world, and thereby potentially set back global decarbonization efforts."(Seite 24 in Clemens Fuest, Andrei Marcu, Michael Mehling "Climate Policy Priorities for the Next European Commission", March 2024)
Offensichtlich laufen individuelle und wirtschaftliche Wege zur Paris-KompatibilitŠt nicht auf demselben Reduktionspfad - sie brauchen es wegen der UnschŠrfe (1) und (2) bei der Festlegung von Paris-KompatibilitŠt auch nicht. Die Pfade werden sich je nach unseren individuellen FŠhigkeiten bzw. den FŠhigkeiten der wirtschaftlichen Akteure stark unterscheiden. In diesem Zusammenhang sollte diskutiert werden, auf welches Ziel Climate Action Tracker optimiert.
Je mehr wir auf die Kompetenz aller vertrauen kšnnen und selbst Kompetenz zeigen, desto zielfŸhrender wird die gesellschaftlich Diskussion bei der Auslegung von (1) und (2), und desto besser wird uns der gemeinsame beta-Test gelingen.
€hnlich argumentieren David Romps und Steven Koonin in "Scientific Certainties and Uncertainties in our Climate Future, Steven Koonin and David Romps, University of California at Berkeley Nuclear Engineering Weekly Colloquiums (2022):
AR5 = IPCC Assessment Report 5 (2013 - 2014)
AR6 = IPCC Assessment Report 6 (2021 - 2023)
BDI = Bundesverband der Deutschen Industrie, Studie 2018 im Auftrag des BDI (im Cache)
BDI80 = BDI-Vorschlag fŸr einen THG-Reduktionspfad, der die THG-Emissionen der Industrie im Jahr 2050 um 80% gegenŸber 1990 reduziert
BDI95 = wie BDI80, aber mit einer Reduktion um 95%
CAT = Climate Action Tracker
CEAC = Circular Economy Deutschland
CO2-Budget (hier synonym mit "Kohelnstoffbudget" verwendet) = globale anthropogene CO2-Emission, nach der GMST zwischen 1.5 und 2°C bleibt.
dena = Deutsche Energie-Agentur
EMIC = Earth System Model of Intermediate Complexity
EPC = 0.01 = 80 Mio. (deutsche) Bevšlkerung / 8 Mrd. Weltbevšlkerung
EPC-VerteilungsschlŸssel = VerteilungsschlŸssel "Equal Per Capita", nach dem jeder der global 8 Mrd. Menschen denselben Anteil am globalen CO2-Budget Bg erhŠlt. Danach erhŠlt Deutschland mit seinen 80 Mio. Einwohnern das CO2-Budget Bn = 0.01 Bg wegen 80 Mio. / 8 Mrd. = 0.01.
ESM = Earth System Model
FFF = Fridays For Future
IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change
Klimamodell = Erdsystemmodell (z.B. ESM, EMIC)
KSG = Klimaschutzgesetz 2021 (KSG)
ECS = Eqilibrium Climate Sensitivity
GMST = Anstieg der Global Mean Surface Temperature seit dem Zeitraum 1850 bis 1900
MAGICC und FAIR = Klima-Modelle mit reduzierter KomplexitŠt
Pariser Klimaabkommen = Paris Agreement
VCI = Verband der Chemischen Industrie, Roadmap Chemie 2050 "Auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen chemischen Industrie in Deutschland" (2019) (im Cache)
TCRE = Transient Climate Response to cumulative Emissions (TCRE) of CO2, eine Approximation an die Earth System Models
TCRE-Wahrscheinlichkeit (x%TCRE) ist eine Perzentil-Angabe: Auf der x%TCRE-FŠcherlinie liegen die Ergebnisse von annŠhernd x% der ESMs und EMICs.
Beispiel nach Tabelle 5.8: etwa 67% der ESMs und EMICs besagen, dass fŸr eine ErderwŠrmung GMST = 1.5°C (2. Spalte) das globale Kohlenstoff-Budget nach dem 1.1.2020 Bg(1.5°C, 67%) = 400 GtCO2 betrŠgt.
Von der Wahrscheinlichkeit %TCRE in der Modellwelt der ESMs und EMICs kann man nicht verlŠsslich auf die Wahrscheinlichkeit in der realen Welt schlie§en.
THG = Treibhausgase
Bg(t°C, x%TCRE) = globales CO2-Budget, das im Jahr 2100 mit x% TCRE-Wahrscheinlichkeit zu maximal GMST = t°C fŸhrt
n = Index fŸr deutsch
g = Index fŸr global
ti oder t = Jahr der deutschen CO2-Emission thgn(t)
cn = Σti[thgn(ti] = im Zeitraum ti, z.B. 2020 bis 2060, akkumulierte deutsche CO2-Emissionen
Cn = 100 cn = mit EPC-SchlŸssel skalierte akkumulierte deutsche CO2-Emission. Cn wird in den Abbildungen 1 - 4 verwendet.
Version: 31.10.2024
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