From: Dr. Eva Hšgl MdB <eva.hoegl@bundestag.de>

Subject: AW: E-Mail Ÿber Kontaktformular auf www.bundestag.de - EEG-Novelle

Date: 11. Juli 2014 15:23:09 MESZ

To: Jochen Gruber <jochen.gruber@acamedia.info>


Sehr geehrter Herr Dr. Gruber,

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vielen Dank fŸr Ihr Schreiben zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und Ihre Literaturhinweise hierzu.

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Dank des im Jahr 2000 von der damaligen rot-grŸnen Bundesregierung eingefŸhrten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) haben die erneuerbaren Energien mittlerweile einen Anteil von rund 25 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland. Rund 300.000 ArbeitsplŠtze sind mit den erneuerbaren Energien verbunden. Das ist ein echter Erfolg.

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Dennoch muss das EEG reformiert werden, nicht weil es gescheitert wŠre sondern weil es so erfolgreich war. Es hat die erneuerbaren Energien von einer Nischenexistenz zu einer der tragenden SŠulen der deutschen Stromversorgung werden lassen. Durch den relativ schnellen Zubau von erneuerbaren Energien zu einem Zeitpunkt, als diese noch teuer waren Đ dies betrifft insbesondere den hohen Zubau bei Photovoltaik und Biomasse in den Jahren 2009 Đ2012 Đ ist die EEG-Umlage in den letzten Jahren stark gestiegen. Die an die Betreiber zu zahlenden EEG-VergŸtungen fŸr die Fšrderung sind so auf rund 24 Milliarden Euro jŠhrlich angewachsen.

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Daher ist es an der Zeit, das ursprŸnglich zur Fšrderung der damals noch teuren Technologien zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen eingefŸhrte Gesetz an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Mit der Reform des EEG soll diese Kostendynamik der letzten Jahre gestoppt werden und der Fokus auf die kostengŸnstigen erneuerbaren Energien gelegt werden. Der Ausbau Erneuerbarer Energien wird auf diese Weise keineswegs gebremst. Vielmehr wird ein gesetzlicher Ausbaupfad fŸr die einzelnen Erneuerbare-Energien-Technologien verankert: der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent steigen.Ę

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Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist somit ein wichtiger Schritt, um den Ausbau Erneuerbarer Energien besser zu steuern, auf die kostengŸnstigen Technologien zu konzentrieren und damit die Energiewende wirtschaftlich, škologisch und sozial zu meistern.

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Mit freundlichen Gr٤en

Eva Hšgl

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Dr. Eva Hšgl

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